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Wipptal - Südtirol - Alta Val Iscaro

Das Wipptal – nur dem Namen nach unbekannt

Jeder kennt es, fast jeder hat es schon einmal passiert, doch kaum Jemand kennt seinen Namen: Das Wipptal beginnt bei Innsbruck im Norden und endet bei Franzensfeste im Süden. Es wird geteilt durch die österreichisch-italienische Staatsgrenze. Durch dieses Tal führt die Brennerautobahn und die Brennerbahn und somit die bedeutendste Verkehrsverbindung zur Überquerung der Alpen zwischen Norden und Süden.

Das südliche Wipptal in Südtirol

Der südliche Teil dieses Tales liegt auf italienischem Staatsgebiet und wird deshalb auch „Alta Val Iscaro“ genannt. Doch so wie die Gallier zu Zeiten von Asterix und Obelix sich niemals als römische Bürger bezeichnet hätten, bezeichnen sich die Einwohner des Oberen Wipptales niemals als „Italiener“ – sie sind Südtiroler. Sie gehören der italienischen, aber autonomen, Provinz Bozen an – bekannter unter dem Namen Südtirol. Der überwiegende Teil der Bevölkerung des kleinen Alpenlandes spricht Deutsch als Muttersprache, nicht Italienisch. Das südliche Wipptal wird vom Eisack durchflossen. Soweit die geographische Beschreibung des Wipptals.

Die Südtiroler Bezirksgemeinschaft Wipptal

Das Wipptal gibt es auch als politische Einheit in Südtirol unter der Bezeichnung Bezirksgemeinschaft Wipptal. Damit gehört sie zu den acht Bezirksgemeinschaften der autonomen Provinz Bozen in der italienischen Region Trentino-Südtirol. Pustertal, Vinschgau, Eisacktal, Burggrafenamt, Salten-Schlern, Überetsch-Unterland und die Landeshauptstadt Bozen sind die weiteren sieben Bezirksgemeinschaften. Mit 650 Quadratkilometern grenzt die kleinste Bezirksgemeinschaft Südtirols im Norden an Nordtirol (Österreich), im Westen an die Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt mit seiner bekannten Kurstadt Meran, im Osten an das „grüne“ Pustertal als gleichnamige Bezirksgemeinschaft und im Süden an das Eisacktal und an Salten-Schlern. Sechs Gemeinden mit Namen Sterzing, Franzensfeste, Brenner, Ratschings, Freienfeld und Pfitsch sind unter der Bezirksgemeinschaft Wipptal zusammengeschlossen.

Auf der Durchreise

Im Wipptal rollt seit jeher der Durchreiseverkehr. Hierbei spricht man schon nicht mehr von „seit Jahrhunderten“, sondern von „seit Jahrtausenden“. Bekannt ist, dass bereits 14 Jahre vor Christus die Römer nahe der heutigen Stadt Sterzing die Siedling „Vipitenum“ gründeten, als sie das Gebiet durchzogen. Obwohl heute anders als damals – im Wipptal waren und sind Menschen ständig auf der Durchreise. Einfach ist es sicher nicht, nahe oder an diesem riesigen Verkehrsknotenpunkt zu leben und seine negativen Auswirkungen wie Lärm und Umweltverschmutzung hautnah zu spüren. Abgesehen von dem Anblick der rollenden Reiselawinen und der mächtigen Autobahnbrücken.

Auch die Verantwortlichen aus Politik und Wirtschaft stehen hier immer wieder vor den gleichen Fragen. Wie kann dieser Landstrich für den Tourismus interessanter gemacht werden, so dass Fremde nicht nur durch das Wipptal reisen, sondern auch etwas länger bleiben? Schließlich ist fast jeder „Durchreisende“ froh, wenn er diese große Verkehrsader Richtung Süden oder Norden wieder hinter sich lassen kann! Bemühungen werden unternommen. Fakt ist: Wer sich nicht gleich vom ersten Eindruck abschrecken lässt, wird abseits der großen Straßen und der Schienen reizvolle historische Bauwerke und Naturschönheiten entdecken.

Wiegt jedoch dieser Standortnachteil so stark, dass sich die Wippe nie so richtig in die andere Richtung bewegt, egal welches Gewicht man dagegen setzt?

Das Wipptal auf den zweiten Blick

Nur ein paar Autominuten von der Brennertrasse entfernt zeigt sich das andere Gesicht des Wipptals. Hier liegt der hübsche Ort Gossensaß mit seiner wunderschönen Pfarrkirche im barocken Baustil, der zur Gemeinde Brenner gehört und von der Autobahn aus direkt zu sehen ist. Es lohnt sich, auf den geschichtlichen Spuren Gossensaß zu wandeln, denn es ist auch die Geschichte des Wipptals. Der Ort und somit auch seine Gegend hatten über Jahrhunderte großen Wohlstand gesehen, aber genauso recht karge Jahrhunderte. Funde von Silber- und Eisenerz ganz in der Nähe sowie die Entdeckung von Thermalwasserquellen sorgten für unglaublichen Reichtum. Doch beide Wohlstandsquellen versiegten. In der Gegenwart und der Zukunft soll die Wirtschaft durch den Tourismus gestärkt werden.

Auf dem Brenner in Richtung Süden zieht sich die Geschichte des kleinen Ortes wie ein roter Faden weiter nach Sterzing. Sterzing, dem Namen nach sicherlich bekannter als das Tal selbst ist eine der wenigen Städte Südtirols und der Hauptort des Wipptals. Der Bergbau hat auch ihr zu einem bemerkenswertem Wohlstand verholfen sowie ihr Jahrhunderte langer Stand als Handelsstadt. Viele historische Gebäude aus dieser Blütezeit sind noch erhalten. Der Zwölferturm ist das Markenzeichen der Stadt. Ob Sterzing nun auf Postkarten oder anderen Werbeflächen dargestellt wird, meistens ragt dem Betrachter der Zwölferturm, umgeben von wunderschön restaurierten historischen Gebäuden, entgegen.

Nicht weit von Sterzing ragen Schloss Sprechenstein und die Burg Reifenstein majestätisch in den Himmel. Beide stehen auf Felsvorsprüngen und dies verleiht ihnen einen außergewöhnlichen Charme.

Ein weiterer geschichtlicher Zeuge dieses Tales ist die Festung Franzensfeste, ein mächtiges militärisches Bauwerk aus dem 19. Jahrhundert, direkt am Eisack gelegen. Jeder, der den Brenner überquert, muss es sofort ins Auge stechen. In der Gegenwart wird dieses Gebäude auch oft für Ausstellungen genutzt. Erst 2009 fand in der Franzensfeste die Landesausstellung Labyrinth versus Freiheit statt.

Die eigentliche Schönheit des Wipptals aber zeigt sich beim Verlassen des breiten Eisacktales in Richtig der verschiedenen Täler. Bei Sterzing zweigt in jede Himmelsrichtung ein anderes – mit den Schönheiten der Natur gesegnet – Tal ab. So findet sich im Westen das Ridnauntal und das Ratschingstal, etwas südlicher das Jaufental, im Nordwesten das Pflerschertal und Richtung Osten dehnt sich das Pfitscher Tal aus.

Hier findet sich das Gegengewicht, welches die Wippe in die anderer Richtung bewegt: Sommer wie Winter sind in den wunderschönen Tälern die Hotels und Pensionen gut besucht.

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